Kliniktasche, nach Tagen sortiert — samt Heimfahr-Outfit
Die meisten Kliniktaschen werden an einem einzigen nervösen Abend gepackt — und ausgerechnet das, was man zuerst braucht, liegt ganz unten. Die Tasche nach Tagen zu sortieren, macht es deutlich einfacher.
Tag eins: wenig, aber das Richtige
In den ersten Stunden bleibt das Kind meist in den Tüchern der Klinik. Bereitliegen sollten ein Strampler und eine Mütze für die Zeit nach der ersten Versorgung.
Die Mütze verdient einen eigenen Satz. Neugeborene verlieren Wärme über den Kopf, und direkt nach der Geburt ist die Temperaturregulierung am wenigsten verlässlich.
Wählen Sie einen Strampler mit Druckknöpfen an Beinen und Schultern. Einem Neugeborenen etwas über den Kopf zu ziehen, ist für beide Seiten unangenehm.
Tag zwei: jetzt zeigt sich, was fehlt
Ein Strampler reicht nicht. Zwischen Stillen, Spucken und Wickeln wird mehrmals täglich gewechselt.
Packen Sie einen zweiten Strampler ein, mehrere Spucktücher, ein Lätzchen und Söckchen. Spucktücher werden am häufigsten unterschätzt — nehmen Sie mehr mit, als vernünftig klingt.
Auch Fäustlinge werden ab dem zweiten Tag wichtig, sobald die Hände das Gesicht finden.
Der Tag der Heimfahrt: der Tag der Fotos
Die Heimfahrt ist der Moment, in dem die Bilder entstehen, die Familien jahrelang behalten. Genau für diesen Moment sind unsere Sets gedacht.
Bereit liegen sollten: Strampler, Mütze, Fäustlinge, Söckchen und eine Decke. Die Deckengröße zählt hier — unsere misst 90×90 cm, genug zum Einwickeln und um sie über die Babyschale zu legen.
Bei kühlem Wetter planen Sie eine Schicht mehr ein. Musselin ist atmungsaktiv, aber nicht warm; für Winterbabys empfehlen wir deshalb Interlock.
Zwei praktische Hinweise für die Fotos
Hängen Sie das Outfit vorher auf oder bügeln Sie es. Faltkanten aus der gepackten Tasche sieht man auf Bildern deutlich.
Nehmen Sie die Decke mit in den Raum, statt sie im Auto zu lassen. Unter das Kind gelegt, beruhigt sie das ganze Bild.
Was nicht in die Tasche muss
Krabbeldecke, Bademantel-Set, Kinderwagendecke. Schöne Dinge, in einem Klinikzimmer aber ungenutzt.
Wie viele Sets?
Als Faustregel: ein Strampler pro erwarteter Nacht, plus einer als Reserve. Für Lätzchen und Spucktücher gilt diese Rechnung nicht — davon lieber deutlich mehr. Eine Reservemütze und ein zweites Paar Söckchen genügen.
Winterbabys: eine Schicht mehr
Kommt das Kind zwischen November und Februar, planen Sie die Heimfahrt anders. Der Weg vom Klinikzimmer zum Auto ist kurz, aber der Temperatursprung ist groß.
Interlock statt Musselin für Strampler und Decke, dazu eine Mütze, die die Ohren bedeckt. In der Babyschale gilt: dicke Jacken gehören nicht unter die Gurte — eine Decke über den angelegten Gurten ist die sicherere Lösung.
Was nach der Klinik gebraucht wird
Für zu Hause lohnt sich ein zweites Set, damit immer eines gewaschen werden kann. Erst dann werden auch Krabbeldecke und Bademantel sinnvoll — jetzt wissen Sie ja, wie Ihre Tage aussehen.
Rechtzeitig bestellen
Nichts kommt bei uns aus fertigem Lager. Jedes Teil wird nach der Bestellung zugeschnitten, genäht und bestickt; dazu kommt bei Lieferungen ins Ausland die Transportzeit.
Bestellen Sie einige Wochen vor dem Termin. Dann haben wir Zeit, Ihnen die Schriftarten zu schicken und die Garnfarbe in Ruhe abzustimmen — und Sie sind abgesichert, falls das Kind früher kommt.
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